Dick Jaspers gewinnt Weltcup in Bur...

Februar 10, 2016

BURSA - Dick Jaspers gewinnt den ersten Weltcup des neuen Jahres im türkischen Bursa. Im Endspiel bezwang er Frédéric Caudron mit 40:34 in 19 Aufnahmen. 

Der Sieg des Niederländers war schwer erkämpft und zeigte zugleich die ungewöhnliche mentale Stärke des 50-jährigen. In der Tat war es kein Durchmarsch, der ohne Blessuren blieb. Jaspers und Caudron spielten in den ersten 7 Aufnahmen auf identischem Niveau. Dann ergriff Jaspers die Gelegenheit und ging nach einer 10er Serie mit 23:14 in Führung. Vier Aufnahmen später war Caudron wieder vorn (24:26). Dann die nächste Attacke von Jaspers, der mit 3 und 10 erneut in Führung ging und schon nahe am Partieende war. In den nächsten 6 Durchgängen mühte sich der spätere Sieger um die letzten 3 Punkte und Caudron mühte sich vergebens um den Anschluß. Endlich in der 9. Aufnahme kam das Partieende und Caudron musste 6 Punkte zum Ausgleich schaffen. Doch der Belgier verpasste den zu kurz gespielten Nachstoß und Jaspers kam überraschend früh zu seinem Siegesjubel. 

Dick Jaspers zeigte in Bursa seine große Kunst in allen Situationen. Er besiegte in Runde 1 Lütfi Cenet am Freitag erst in der zweiten Verlängerung. Drei Matchbälle verpasste der Türke und gab Jaspers die Chance zum weiteren Verbleib im Turnier.

Es folgte ein Supersamstag mit zwei eher leichten Siegen gegen Hwang in 21 Aufnahmen und gegen Forthomme. Gegen Forthomme gelang Jaspers sein absolutes Meisterstück. Jaspers begann mit drei Serien von 9, 8 und nochmals 8. Damit führte er nach drei Aufnahmen mit 23:3. Das Ende war dann in der 8. Aufnahme erreicht. Zum 5. Mal in seiner Karriere schaffte der Niederländer eine 5-Durchschnitt Partie bis 40 Punkte.

Dann kam das Halbfinale gegen den Amerikaner Pedro Piedrabuena. Der gebürtige Uruguayer war die übliche Überraschung in einem Weltcup. Am Ende kam kein türkischer Spieler und auch kein Koreaner, kein Vietnamese und kein Spanier unter die letzten Vier. Es war ein US-Amerikaner und bei weitem kein Außenseiter. Jaspers kam schwer aus den Startlöchern und mühte sich um jeden Punkt. Piedrabuena hatte allerdings selbst auch nicht den benötigten Lauf und so sah alles nach einem Routine-Sieg für den Niederländer aus. Nach 15 Aufnahmen stand es 24:21, bevor der Amerikaner seine zweite Luft bekam. Zunächst verkürzte er auf 28:27, dann auf 31:29. Dann eine 8er Serie von Jaspers wenig später das Aus in der 20.Aufnahme zum 40:31. Der Amerikaner benötigte nun 9 Punkte zum Ausgleich, wovon ihm 7 Punkte gelangen. Knapp mit 40:38 musste er sich somit geschlagen geben, schließt das Turnier aber mit dem dritten Platz und 1,462 GD ab.

Eine brutale Schlacht lieferten sich die beiden Belgier Caudron und Merckx im ersten Halbfinale. Caudron gelang sein gefürchteter Start. Er begann mit 12 Punkten. Es folgten drei Fehlaufnahmen, weitere 4 Punkte und nochmals 15 Punkte zum 31:3 Zwischenstand nach 6 Aufnahmen. Aus der Pause kam Merckx gut erholt und begann seine Aufholjagd. Begleitet von einer 9er und einer 14er Serie schaffte er nach 10 Aufnahmen den Anschluß zum 38:35. Die letzten 5 Aufnahmen war reine Verteidigung, bei der kaum etwas möglich war. Am Ende schaffte Caudron den Matchball in der 15. Aufnahme und Merckx verpasste den Nachstoß, der ihm noch die Verlängerung hätte bringen können.

Der erste Weltcup des neuen Jahres bestätigt das, was sich bereits seit einiger Zeit abzeichnet. Vielleicht ist es eine Phrase, aber es ist einfach Tatsache, dass nur derjenige einen Weltcup gewinnen kann, der über drei Tage einfach die wenigsten Fehler macht. Das soll heißen, dass jeder Spieler der Endrunde ein Match mit 2 - 2,5 Durchschnitt spielen kann. Das jeder einen lichten Moment haben kann, in dem er einen Topstar niederringt. Das Schöne ist, dass man das nicht vorhersagen kann. Den dritten Platz von Piedrabuena konnte keiner ahnen, aber es passierte, weil er in den meisten Situationen wenige Fehler machte.

Diese und viele andere Momente sind Jaspers, Caudron, Blomdahl und Co. bestens vertraut und deshalb sind sie wesentlich unempfindlicher, was die Fehlerhäufigkeit betrifft. Dick Jaspers hat wie im Vorjahr den ersten Weltcup des Jahres gewonnen. Im letzten Jahr war dies Luxor, nun also Bursa. 

Der türkische Austragungsort war ein perfekter Gastgeber. Die Arena war stets voll besetzt und sorgte am Finaltag für eine Gänsehaut-Atmosphäre, die es nur in der Türkei geben kann. Wie schon häufig in der Türkei gesehen, dankten es die Spieler mit gewaltigen Leistungen. Dick Jaspers beendete das Turnier mit 2,325 GD. Dahinter liegen aber auch noch Caudron (2,063), Merckx (2,260) und Blomdahl (2,129) über der magischen 2-GD Marke. Daniel Sanchez (2,266) und Lütfi Cenet (2,222) schieden mit über 2 GD aus.

Eine der positiven Überraschungen war neben dem dritten Platz des Amerikaners Piedrabuena sicher auch der 9. Platz durch Semih Sayginer. Der türkische Meister ist weiter einem guten Weg zurück in die Weltspitze. Er endete mit 1,918 GD und gewann sein erstes Match gegen Jae Ho Cho in 18 Aufnahmen. Sein Aus kam zwar gleich anschließend gegen Blomdahl, aber auch da war er keineswegs chancenlos und verlor 40:31 in 21 Aufnahmen.

Bester Koreaner wurde der Vizeweltmeister Dong Koong Kang, der erst in der Verlängerung an Piedrabuena scheiterte. Einen Spieler unter den letzten 8 ist sicher nicht der Anspruch, den diese Nation an sich selbst hat. Die Erfolge kommen nicht mehr so spielerisch daher, wie noch vor ein paar Jahren. Die gesamte Weltspitze hat sich gut auch die 40-Punkte Regelung eingestellt und achtet penibel genau auf die richtige Verteidigung. Genau da hat der koreanische Spieler seine Defizite. Der Meister gewinnt Partien, auch wenn es mal nicht von alleine geht, oder ziemlich harter Gegenwind weht. Siehe Dick Jaspers!

Comments 2

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